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 | Parodontose
/ Parodontitis | Wie
entsteht Parodontitis?
Die Parodontitis (im Volksmund Parodontose genannt) ist eine entzündliche, bakterielle Erkrankung des Zahnhalte-
apparates durch eine Infektion mit Parodontitisbakterien. Sie entsteht aus einer Zahnfleischentzündung
(Gingivitis). Hauptsymptom ist das Entstehen sogenannter Zahnfleischtaschen. Durch Knochenabbau und Zahn-
fleischrückgang vertieft sich der Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. Auf der Zahnwurzeloberfläche
setzen sich harte Ablagerungen (Konkremente) fest, welche wiederum die Bakterienvermehrung begünstigen.
Die den Zahn stützenden Gewebe bilden sich als Reaktion auf die bakterielle Infektion zurück, der Zahn
wird langsam locker. Unbehandelt führt die Erkrankung zum frühzeitigen Zahnverlust. Je nach Art der Erreger
unterscheidet man einen langsamen und einen schnell verlaufenden, aggressiven Krankheitsverlauf.
Wie erkennt man Parodontitis?
Typische
Zeichen sind: - Vertiefung der Zahnfleischtaschen - Ablagerungen unterhalb
des Zahnfleisches - Schwellung und Rötung des Zahnfleisches - Mundgeruch,
schlechter Geschmack - Zahnfleischrückgang - Zahnlockerungen (im Spätstadium)
| Die Parodontitis ist
eine chronische
Entzündungskrankheit, sie verläuft
in der Regel schleichend. Die
Patienten haben keine Schmerzen. |
  | 1.
Gesundes Parodont | 2. Beginnende
Parodontitis | 3. Fortgeschrittene
Parodontitis |
Behandlungsmethoden Bereits
bestehende Gewebeverluste sind nur sehr eingeschränkt therapierbar. Das Hauptaugenmerk
richtet sich auf das
Stoppen der Abbauvorgänge durch Beseitigung der bakteriellen
Infektion und das Herstellen eines entzündungsfreien
Zustandes. Hierzu werden
die Zahnfleischtaschen und die freiliegenden Zahnwurzeloberflächen unter lokaler
Betäubung
gereinigt. Dies kann man heute sehr schonend mit Ultraschall und grazilen
Handinstrumenten durchführen. In Fällen
eines schweren, aggressiven Krankheitsverlaufes
bestimmen wir anhand eines Abstriches die Keimzusammensetzung,
um dann zusätzlich
eine gezielte Antibiotikatherapie durchführen zu können (PA-Gen-Test). Bei einzelnen
tiefen Taschen
kann die Knochenregeneration durch das Einbringen eines Knochenaufbaumaterials
(Emdogain) gefördert werden. Eine
neue, schonende Methode ist die antimikrobielle Photodynamische Therapie zur Desinfektion der Zahnfleischtaschen
mittels Laserlicht.
Risikofaktoren
Eine
Parodontitis wird begünstigt durch: - Rauchen !!! - Vererbte Veranlagung
zur Parodontitis - Stoffwechselstörungen, Diabetes - Überstehende Füllungs-
und Kronenränder - Abwehrschwäche, Vitaminmangel - Hormonumstellungen,
Schwangerschaft
| Die
Parodontitis ist nicht nur für Ihre Zähne, sondern für den ganzen Körper sehr
gefährlich. Neue medizinische Studien zeigen eindeutig,
dass das Risiko für Herzinfarkte,
Schlaganfälle
und Frühgeburten bei Parodontitispatienten
stark erhöht ist. |
Erhaltungstherapie
| Um
ein Ausheilen des Gewebes zu erreichen und den Heilungserfolg zu sichern, müssen
künftige Bakterienvermehrungen vermieden werden. Ohne neue Bakterienbeläge bleibt
das Zahnfleisch gesund! Sie können durch gewissenhafte Mundhygiene zum Behandlungserfolg
beitragen. Tipps hierzu bekommen sie bei unserer Parodontitis-Vorbehandlung. Die
Bereiche unter dem Zahnfleisch können von den Patienten nicht selber gereinigt
werden. Eine Nachreinigung durch unsere Mitarbeiterinnen in Rahmen einer professionellen
Zahnreinigung mit Scaling muss unbedingt alle drei Monate durchgeführt werden. Ohne
diese konsequente Nachsorge hat die ganze Therapie langfristig keinen Erfolg !!! |
Was
zahlt die Krankenkasse?
Die privaten Krankenversicherungen
übernehmen die Parodontitisbehandlung komplett. Bei den gesetzlichen Kranken-
versicherungen
reichen wir einen Therapieplan zur Parodontitisbehandlung ein, dem in aller Regel
zugestimmt wird.
Die Krankenkasse übernimmt dann die Zahnfleischbehandlung komplett.
Die Parodontitisvor- und -nachbehandlung
wird leider nicht übernommen. Einige Krankenkassen haben Bonusmodelle,
wo Patienten, die regelmäßig
Prophylaxe betreiben, Vergünstigungen seitens der
Krankenkassebekommen. Es lohnt sich hier nachzufragen, denn
Ihre Zahngesundheit
ist auch im Interesse Ihrer Krankenkasse. Leistungen wie der PA-Gen-Test zur Bestimmung
der Parodontitiserreger, Laserbehandlung, Knochenaufbau mit Emdogain oder spezielle Zahnfleischoperationen
sind
nicht Bestandteil des gesetzlichen Leistungskataloges und müssen privat berechnet
werden.
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Leistungen
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