Laserbehandlung bei Parodontose
Belichtung mit Laser Die antimikrobielle photodynamische Therapie (APT) ist eine schonende und schmerzfreie
Methode, mit der die krankheitserregenden Parodontitisbakterien ohne Nebenwirkungen
zerstört werden. Sie wird unterstützend nach einer mechanischen Reinigung der Zahn-
fleischtaschen eingesetzt.

Wie funktioniert die antimikrobielle photodynamische Therapie (APT)?
antimikrobielle photodynamische Therapie

antimikrobielle photodynamische Therapie
Zuerst werden die Zahnfleischtaschen mittels Ultraschall und/oder
Handinstrumenten gründlich gereinigt, also eine herkömmliche
Parodontitisbehandlung durchgeführt. Hierdurch werden schon eine
große Anzahl der Konkremente entfernt, das sind harte Ablage-
rungen unter dem Zahnfleisch, die aus Bakterienansammlungen
bestehen.

Einige Tage später werden dann die verbleibenden Bakterien durch
die photodynamische Lasertherapie zerstört. Taschen und Zahn-
fleischsaum werden mit einem blauen Farbstoff angefärbt (1). Dieser
Farbstoff reagiert auf Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge. Die
Farbstoffmoleküle heften sich an den Bakterienmembranen an, so
dass nun die Bakterien angefärbt sind.

Mittels Belichtung mit einem sanften Laserlicht (4) kommt es zur Bildung von aktivem Sauerstoff (3), der die Bakterienmembranen schädigt (2) und die Bakterien so zerstört.
färben licht Vielfach kann durch diese Maßnahme die Parodontitis erfolgreich bekämpft werden, eine gute Mundhygiene und regelmäßige Zahn-reinigung vorausgesetzt.

Laserdesinfektion im Wurzelkanal
Bakterien werden zerstört Auch im Wurzelkanal herrscht im Falle einer Entzündung der Zahn-
wurzel in der Regel eine bakterielle Verunreinigung des Wurzel-
kanals vor. Kariesbakterien dringen von der Karies bis in den
Nervbereich vor und verursachen hier eine häufig schmerzhafte
Entzündung des Zahnnerven. Durch den Einsatz der antimikro-
biellen photodynamischen Therapie (APT) kann auch hier eine
Desinfektion des Wurzelkanals herbeigeführt und die Ausheilung
des Entzündungsprozesses deutlich begünstigt werden.

Desinfektion des Knochens vor Implantationen

Ist ein Zahn stark zerstört oder hat eine große Entzündung des Knochens an der Wurzelspitze, bleibt häufig nur die
Möglichkeit, den Zahn zu entfernen und später durch ein Implantat zu ersetzen. Doch auch hier finden sich nun
Millionen von krankheitserregenden Bakterien um die Zahnwurzel und den kaputten Zahn herum. Um eine gute Aus-
heilung des Knochens in der Region zu gewährleisten, wo später einmal das Implantat stehen soll, werden in
unserer Praxis die Knochenareale nach der Zahnentfernung mittels der antimikrobiellen photodynamischen Therapie
(APT) laserdesinfiziert.

Periimplantitisbehandlung
Der Laser kann erfolgreich bei der Behandlung von Entzündungen rund um ein Implantat (Periimplantitis) eingesetzt werden.

Laserbehandlung von Aphten
Auch Aphten und andere virale oder bakterielle Schleimhauterkrankungen können mittels Einsatz der antimikrobiellen
photodynamischen Therapie geheilt werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen
Gerät von Helbo Die antimikrobielle photodynamische Therapie (APT) wird bereits seit mehr als 10 Jahren
wissenschaftlich untersucht. Ihre Wirkung wurde von einigen klinischen Studien, wie
zum Bespiel einer jüngeren Untersuchung der Universität Wien, bestätigt.

Unser Praxisteam wurde durch den Hersteller des Helbo-Lasers eingehend geschult und
unterrichtet und ist qualifiziert, antimikrobielle, photodynami-schen Therapien (APT) mit
dem Helbo-Laser durchzuführen. Die Praxis ist diesbezüglich zertifiziert.
Was zahlt die Krankenkasse?
Da es sich bei der antimikrobiellen photodynamischen Therapie um eine neue innovative Behandlungsmethode handelt,
ist die Kostenerstattung durch die Krankenkassen sehr unterschiedlich: Gesetzliche Kassen übernehmen die Behandlung
nicht. Die privaten Kassen berufen sich häufig auf die zahnärztliche Gebührenordnung (GOZ) aus dem Jahre 1988, in
der eine solche Leistung selbstverständlich noch nicht enthalten ist. Einige Kassen zeigen sich auch aufgeschlossen und
erstatten diese moderne Behandlungsmethode. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Kostenübernahme im Voraus mit einem
Heil- und Kostenplan abzuklären und gegebenenfalls auch kritisch bei der Krankenkasse nachzufragen, wieso die Kasse
die Kosten für diese Behandlung nicht übernehmen möchte.
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